Weise Geschichten: Nur ein Seestern

Roger Smith war Professor für Mathematik. Er war auf Urlaub, hier auf dieser schönen sonnigen Insel.
An einem besonders schönen Morgen spazierte er, in Gedanken versunken, den Sandstrand entlang.

Von weitem beobachtete er einen Jungen, der sich immer wieder langsam bückte, wohl etwas aufhob, ein paar Schritte ins Wasser trat und wieder zurückging.
Interessiert ging Roger Smith weiter und beim näher kommen sah er, wie der Junge sich bückte, einen Seestern aufhob und ihn ganz sanft, fast liebevoll ins Wasser zurücktrug.
Smith musste lächeln, aber er fragte freundlich: „Hallo, was machst Du denn da?“

Der junge Mann hielt inne und sagte: „Nun, wenn ich einen Seestern finde, trage ich ihn zurück ins Wasser“.
Smith fragte weiter: „Aber warum machst du denn das“?

„Nun“, entgegnete der Junge, „die Sonne geht auf, die Ebbe setzt ein und es wird ein heisser Tag und wenn ich sie nicht zurück ins Wasser bringe, werden die Seesterne sterben“.
„Aber junger Mann, dieser Strand ist viele KIlometer lang und es leben Tausende von Seesternen hier, was macht es schon für einen Unterschied, wenn Du ein paar Seesterne ins Wasser bringst“?
Höflich hörte der junge Mann zu, bückte sich dann und trug wieder einen Seestern ins Wasser, der sofort quicklebendig davon schwamm, gerade so als wollte er danke sagen.
„Oh, es macht einen Unterschied, sogar einen grossen – zumindest für diesen Einen“!

Diese Antwort überraschte und verwirrte Smith und er wusste nichts Rechtes darauf zu antworten.
Er ging wieder zurück ins Hotel, aber die Begebenheit beschäftigte Ihn den ganzen Tag.

Abends, als er auf der Terrasse stand und seinen Blick in der Dämmerung über das Meer gleiten liess, wurde es ihm plötzlich klar.
Was der junge Mann tat, war, sich zu entscheiden. Nicht nur für sich allein da zu sein und vor sich hin zu leben, sondern aktiv in dieses Universum einzugreifen, das Leben zu schützen und einen Unterschied zu machen.

Am nächsten Morgen ging Roger Smith hinaus und trug ein paar Seesterne liebevoll zurück ins Wasser und er erfreute sich daran, dass sie munter davon schwammen und irgendwie, tief in seinem Innern wusste er, dass auch er ein kleiner, aber wichtiger Teil dieses Universums ist.… und es wurde ihm klar, dass jeder ein kleines Stück betragen kann, JEDER!

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